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Damage-Unlimited.com Newsletter September 2004 |
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Newsletter Index |
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Editorial |
Allgemein | |||||||||||||||
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Editorial Herbst. Farben. Aktivität. Lebensfreude. Obwohl der Sommer nicht so übertrieben heiß war, wie der Letzte (ja, auch wir haben uns vorsorglich eine Klimaanlage gekauft, welche wir heuer kaum benutzt haben ..), ist es nun doch sehr angenehm und die Schaffenskraft bricht sich ihren Weg durch das Dickicht der täglichen Arbeit. Ungebremst durch Badeaufenthalte, Urlaube und Freizeitvergnügen kann man sich nun so richtig auf die großen Aufgaben dieses Jahres konzentrieren. Dazu gehört aus der Sicht des Damage Unlimited zum Beispiel die Einführung unserer neuen Mitgliederkarten. Wir haben sie schon mit Ungeduld erwartet und sind nun richtig stolz auf unser Werk. Auch Ihr werdet begeistert sein, wenn Ihr sie "frisch aus dem Postkasten" in Händen haltet. Endlich haben wir auch einen Teil der Gamezone in das neue Gewand eingekleidet und freuen uns, dass die ersten beiden Räume inkl. der Ludothek ihrer Bestimmung übergeben weden konnten. Nun gibt es für Wiener und angrenzende Nachbarn eine weitere brandheisse Möglichkeit einen Ort aufzusuchen, wo sie ihren spielerischen Freizeithobbies nachgehen können. Mit dieser Ausgabe des Newsletters führen wir auch ein neues Service ein, welches sicher Eure Zustimmung finden wird. Wir geben auf ausgesuchte Produkte einen Online-Rabatt, welchen Ihr ganz leicht kassieren könnt: Gebt bei eurere Bestellung die eMail Adresse an, unter der Ihr den Damage Newsletter abonniert habt. Damit könnt ihr vom Newsletter-Rabatt gebraucht machen. Wenn Ihr lieber in unserem Shop vorbeischaut, dann könnt ihr auch eure eMail in die dort aufliegende Liste eintragen. Der Herbst ist auch die Zeit der Neuerscheinungen. Fast täglich purzeln neue Produkte in unser Lager und wir sind ganz begierig darauf, Euch diese zu zeigen und vorzuführen. Schaut mal vorbei. Viel Spaß. [BK] |
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Miniaturen - Tabletop | |||||||||||||||
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Warhammer - Ancient Battles Warhammer Ancient Battles ist die historische Variante von Warhammer Fantasy. Und so verwundert es auch nicht, dass sich die Systeme, sowohl von der Spielweise, als auch von den Regeln her sehr ähneln. Der große Unterschied offenbart sich jedoch augenblicklich, wenn man die Vermarktung und das Zielpublikum des jeweiligen Systems unter die Lupe nimmt. So ist Warhammer Fantasy ein - für die Masse produziertes - in jedem Fantasyladen erhältliches Tabletopspiel mit dutzenden Heften, Büchern und Accessoires. Ancient Battles hingegen ist wesentlich "unspektakulärer", nicht so leicht anzutreffen wie der große Fantasy-Bruder und ist auf die - kleinere - Gruppe der historienbegeisterten, detailverliebten Tabletopspieler zugeschnitten. So sind bei Warhammer Ancient Battles zwar keine aufwendig gestalteten Miniaturen oder atemberaubenden Illustrationen im Vordergrund (was die Qualität der vorhandenen Figuren und Grafiken nicht schmälern soll), es überzeugt jedoch durch einen überdurchschnittlich hohen Grad an Detailgenauigkeit und Rücksicht auf historisch korrekte Darstellung. Am deutlichsten zeigt sich dieser Detailreichtum bei den beiden - im Grundregelwerk enthaltenen - Armeelisten der Römer bzw. der Barbaren. Zunächst einmal befindet sich vor diesen Armeelisten ein Kapitel, das sich mit Strategien, Geschichte und Armeeaufstellung des jeweiligen Volkes beschäftigt. So wird zum Beispiel in einer Schlachtdarstellung veranschaulicht, wie eine römische Armee aussah und wie viele Kriegsmaschinen sie pro Soldaten mit sich führten. Die einzelnen Armeeeinträge zeichnen sich sowohl durch historische, als auch durch spieltechnisch relevante Informationen aus. Ebenfalls abgedruckt sind Einheiten, die zwar nicht zu den Standards der jeweiligen Armee zählten, jedoch ab und an auf bestimmten Schlachtfeldern zu finden waren, wie etwa römische Kamelreiter oder Elefanten. Letztere sind eine der Besonderheiten an Warhammer Ancient Battles, da etwas Vergleichbares in Warhammer Fantasy nicht zu finden ist. Zwar sind die Kriegselefanten im Nahkampf wohl nur schwer - bis gar nicht - zu töten, doch dafür kann es auch passieren, dass ein wütender Elefant ausrastet und in eine Richtung davonrast, wo gerade die wichtigste eigene Einheit steht. Dabei nimmt er nicht sehr viel Rücksicht auf die Leute unter seinen Füssen. Allgemein sind die Regeln von Ancient Battles sehr an die von Warhammer Fantasy angelehnt und sie sind sich teilweise sogar so ähnlich, dass nur Kenner die feinen Unterschiede bemerken werden. So wurde zum Beispiel die Angriffsreaktion "Fliehen & Schiessen" eingeführt, es wurde eine Art des - noch schnelleren - Marschierens ermöglicht und einige neue Sonderfertigkeiten eingeführt, wobei keine dieser Regeln irgendetwas am grundlegenden Spielprinzip ändert. Warhammer Ancient Battles ist kein Tabletopspiel für jedermann. Es ist viel mehr ein detailreiches System für Liebhaber historischer Szenarien und Schlachten. Wer Fantasy und Heldentum sucht ist hier falsch, wer jedoch die Ausschau nach Realismus und hintergrundgetreuen Schlachten hält, der wird hier fündig. Warhammer Ancient Battles [MHa] |
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Rollenspiele | |||||||||||||||
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Aus Æonen Strahlende Helden und furchtbare Endgegner werden Euch zu langweilig? Immergrüne Elfenwälder und die überall fröhliche Heldenstimmung wird Euch zu kitschig? Ganz klar: Hier muss ein wenig Dark Fantasy her. "Aus Æonen" stellt nun eine Abenteuersammlung für das Rollenspiel Cthulhu dar. Sechs hervorragend ausgearbeitete Szenarien in verschiedensten Epochen und Welten locken die Spieler - sogar für ein Erlebnis auf einem Raumschiff ist gesorgt. Mit haufenweise Zusatzmaterial und Meistertipps ausgestattet ist diese Sammlung nicht nur für erfahrene Spieler und Sammler geeignet, sondern zielt auch auf Neulinge in Cthulhu und Dark Fantasy allgemein ab. Die Settings lassen wirklich nichts zu wünschen übrig. Von der schon erwähnten Science Fiction über die 20er Jahre bis hin zu einem mittelalterlichen Kloster, das ein wenig an "Der Name der Rose" erinnert, ist echt alles dabei und man kann einmal ein wenig reinschnuppern und herausfinden, was einem am besten liegt. Dabei kann das Ganze auch ziemlich leicht auf andere Spielsysteme übersetzt werden, weil die Abenteuer relativ allgemein gehalten sind. Kein Wunder, kommt es bei Dark Fantasy doch in erster Linie auf die Spielstimmung und weniger auf die abgeschlachteten Feinde an. Die zwielichtige und schaurige Atmosphäre in allen Abenteuern macht wirklich Lust auf mehr und es wird auch endlich einmal klar gezeigt, dass Dark Fantasy keinesfalls negativ zu werten ist. Eine gute Stimmung zu erzeugen ist in keiner Szenerie ein Kinderspiel, aber gut durchdachte und ausgearbeitete Abenteuer helfen dabei enorm - und "Aus Æonen" war schon beim Durchlesen mitreißend und spannend. [ABo] Kommentar Bei diesem Buch handelt es sich zweifellos um eine ungewöhnliche Sammlung an Cthulhu- Abenteuern. Raumschiffe, Irische Einwanderer in den USA, Morde in Klostern, Spanische Inquisition... [SCe] |
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Rollenspiele | |||||||||||||||
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Kult – Beyond the Veil Mit „Kult – Beyond the Veil“ halte ich ein Buch in meinen Händen, welches stark an eine Mischung aus „Chtullu“ und der „World of Darkness“ erinnert. Mit entsprechenden Vorurteilen behaftet mache ich mich also daran, dieses Grundregelwerk näher zu studieren. Es fallen einem sofort zwei Dinge auf: Das Paperback Cover, von dem Kult zusammengehalten wird, und die aufwändige Seitengestaltung. Ersteres erschwert unnötig das Lesen von mittelbündigen Texten - und es wird dieses Regelwerk auf Dauer nicht solange zusammenhalten können wie ein Hardcover. Das zweite Merkmal sind die Seitenverzierungen und die stimmungsvollen Artworks, welche beide wesentlich zur düsteren Atmosphäre des Spiels beitragen.
Die Welt von Kult ist der unseren sehr ähnlich, mit der Ausnahme, dass es das Übernatürliche gibt.
Von vorne nach hinten gelesen erfährt man verhältnismäßig wenig über die Welt, in der man sich befindet, ehe man sich schon in dem Teil wiederfindet, in dem Rollenspiele generell erklärt werden. Mit Kult ist es dem Hersteller gelungen eine schaurige Welt zu kreieren, welche auch vor den Abgründen der menschlichen Psyche nicht Halt macht. Deswegen unbedingt nur für Erwachsene! [FPa] Kommentar KULT war im wahrsten Sinne des Titels ein Kultspiel, wurde aber von vielen schon für tot gehalten. Aber wie der Leitsatz von KULT sagt: „Death is Only the Beginning“, denn nun feiert es seine Wiederaufstehung. [SCe] |
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Rollenspiele | |||||||||||||||
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Vampire Requiem Das Ende der Geschichten in der Old World of Darkness hat White Wolf benutzt um auch das Regelwerk anzupassen. An den Regeln hat sich zum Glück bis auf einige Kleinigkeiten kaum etwas geändert; Veteranen werden sich schnell wieder zurechtfinden. Aber man hat bei White Wolf offensichtlich auf die Fans gehört und einen Kritikpunkt beseitigt. Wer früher Vampire, Werewolf und Mage spielen wollte, erhielt mit dem Buch immer wieder das komplette Regelwerk mitgeliefert, was nicht nur unnötig war, sondern auch Platz im jeweiligen Sourcebook verbrauchte. Nun hat man es einfach aufgeteilt; das World of Darkness Buch enthält das Grundregelwerk des Systems, während in den Sourcebooks (Vampire, Werewolf, Mage) nur mehr auf die Sonderregeln des entsprechenden Settings eingegangen werden muss.
Das Buch selbst wird als stabiles Hardcover geliefert und ist gewohnt düster gehalten. [TKu] |
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Brettspiele | |||||||||||||||
Nachdem die Firma Queen Games mit „Alhambra“ das Spiel des Jahres 2003 abgeliefert hat, Laut Verpackung wird das Spiel ab zehn Jahren empfohlen. Eine Empfehlung, welche nach dem Test angezweifelt werden muss. Die Beschreibung durchzuarbeiten dauert mit Sicherheit eine halbe Stunde und das Spielprinzip ist doch ziemlich vielschichtig. Ziel des Spiels ist es, entweder eine Anzahl von 600 Silbermünzen zu erlösen, oder am Ende des Spiels am Meisten Geld zu haben. Ja, es ist wirklich schön ein Zwerg zu sein! Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht ist dieses Spiel taktisch sehr fordernd. Die Anzahl an abgebauten Edelsteinen bestimmt deren Wert, somit gehen bei Überangebot die Preise in den Keller. Außerdem ist ein gutes Pokerface sehr von Nutzen, wenn es am Schluss um die letzten Steine geht und jeder Spieler den Wertverlust seiner Reserven verhindern will. Leicht umständlich ist das etwas an DKT erinnernde Geldzählsystem, auf nummerierten Feldern rund um das Spielfeld. Hier wäre Spielgeld vielleicht einfacher gewesen. Auch die Länge des Spiels ist teilweise zu bemängeln, schon die gekürzte Variante für drei Spieler dauert rund 150 Minuten. Wenn man diese Zeit allerdings hat, und Lust auf ein spannendes, herausforderndes Brettspiel hat, lohnt es sich allemal! Der Spaßfaktor ist jedenfalls sehr hoch. [SCe] Kommentar "Meine Mine! Meine Edelsteine! Meine Aufträge!" So ging es mir nach einer Stunde "Silberzwerg". Ich spielte keinen Zwerg, ich WAR einer von ihnen! Alles muss genau ausgeklügelt und berechnet sein, doch Spekulation im Ein- und Verkauf der Edelsteine spielt ebenso eine wichtige Rolle! Dieses Brettspiel fordert ungemein das Einfühlungsvermögen in einen Mitspieler; was plant er als nächstes? Wer sich darauf versteht, ein gutes Pokerface aufzusetzen, wird in "Silberzwerg" nur Vorteile daraus ziehen! [APl] |
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Brettspiele | |||||||||||||||
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Illuminati Crime Lords Crime Lords ist keine Erweiterung zum bekannten Kartenspiel "Illuminati", sondern eine eigenständige, abgewandelte Version davon. Die Spieler müssen versuchen, sich als Gangsterboss Untertanen zu organisieren, diverse Einkommensquellen zu beschaffen und natürlich den anderen Spielern ordentlich dazwischenzupfuschen. Jeder Spieler hat einen Gangsterboss, dem zahlreiche Ganoven unterstellt sind. Dabei ist eine strikte Hierarchie einzuhalten, denn starke Leute lassen sich nur ungern von schwächeren herumdiktieren. Ebenso ist zu beachten, dass jeder Untertan seinen Lohn verlangt und so ist eine große Masse an Gaunern zwar sehr schlagkräftig, kostet jedoch auch sehr viel Geld. Dieses Geld wird aus Einnahmen diverser "Rackets" gewonnen. Diese Rackets sind Einnahmequellen die durch ehrliche Angelegenheiten wie Pferderennen bis hin zu noch ehrlicheren Angelegenheiten wie Schutzgelderpressung regelmäßig Geld abwerfen.
Der Clou des ganzen Spieles ist jedoch, dass keinerlei Ganoven oder Rackets einem Spieler fix gehören. Denn jedes Geschäft kann übernommen werden und jeder Bursche lässt sich überreden für Einen zu arbeiten, wenn man nur mit genug Waffengewalt vor seiner Tür steht. Und wer die nötige Waffengewalt nicht aufbringen kann, der überredet einfach einen anderen Gangsterboss ihm zu helfen. Illuminati Crime Lords ist ein durchaus amüsantes Spiel, das die Spieler aber nicht persönlich nehmen dürfen. Denn hier arbeitet jeder gegen jeden und jeder haut den anderen einmal in die Pfanne. [MHa] |
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Brettspiele | |||||||||||||||
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König Arthur Wer von uns träumte nicht schon einmal davon ein richtiger König zu sein? In King Arthur, dem Brettspiel, kann man die Heldentaten, welche einen wahrhaften Thronfolger ausmachen, bestreiten. Doch ist das Spiel wirklich so edel wie das Blut von Königen? Nun wir werden sehen. Der Aufbau von King Arthur nimmt absolut keine Zeit in Anspruch. Einmal das Spielbrett aufgeklappt und die Figuren platziert und schon kann es losgehen. Das Besondere jedoch ist, dass das Spiel einen Computer enthält, der auf die Aktionen der Spieler reagiert. Daher sollte man auf jeden Fall acht Batterien bei der Hand zu haben, denn diese sind leider nicht in der Packung inkludiert. Sobald die Spieler sich bei dem Computer per Knopfdruck angemeldet haben, kann es losgehen. Jede Handlung wird durch das Betätigen einer der Aktionstasten, welche sich auf dem Spielbrett befinden, eingeleitet. Dadurch kann nun entschieden werden, ob man sobald man auf einem Ort der Karte steht, ihn untersuchen oder ihn doch lieber gleich verlassen möchte. Oft finden sich hier Personen oder Monster mit denen es zu interagieren gilt. Freundschaften können geschlossen, Kämpfe gefochten oder Güter getauscht werden. Es gibt auch Proviant, Schilde, Schwerter und andere Gegenstände die man mit sich führen und so bestimmte weitere Aktionen auslösen kann. Zwei Schwerter können zum Beispiel gegen eine gute Rüstung eingetauscht werden oder - wenn man Glück hat - gegen ein edles Ross. Die Handlungen sind jedoch in Summe recht begrenzt und man ertappt das Spiel auch öfters dabei, wie es dieselben Situationen wiederkehren lässt. Dadurch, dass der Computer Charaktere, die man trifft, imitiert und die getroffenen Entscheidungen mit Klängen untermalt, gewinnt King Arthur ein wenig an Flair. So wird ein Kampf mit dem Geklirr von Schwertern zum Ausdruck gebracht oder ein mächtiger Drache mit viel Gebrüll angekündigt. Ziel des Spieles ist es nun genug Ruhmpunkte und Artefakte zu sammeln, um den Thron Britanniens in Besitz nehmen zu können.
King Arthur ist ein recht witziges Spiel. Allerdings ist es vielleicht eher jüngeren Spielern zu empfehlen, da die Handlung doch recht seicht und die Klanguntermalung recht einfach gestaltet ist. Es war zudem auch recht kurzweilig, was wie in der Anleitung steht, auch durchaus beabsichtigt ist. Lob verdient jedoch die wirklich einfache Handhabung und wirklich kurze Einarbeitungszeit. Hier kann wirklich nichts falsch gemacht werden, denn der Computer weist einen sofort auf jeden Fehler hin. [RMu] |
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Brettspiele | |||||||||||||||
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Armada Lust auf Gold? Armada ist voll davon. Die Hatz nach dem glitzernden Barren kann beginnen. Zahlt sie sich jedoch wirklich aus oder bleibt man lieber im sicheren Heimathafen? Wir sind in See gestochen um dies heraus zu finden. Faszination Karibik. Pirat spielen wollte sicherlich schon jeder einmal und diesen Gedanken hat sich auch Euro Games zu Nutze gemacht. Jeder Spieler beginnt mit zwei Schiffen und einer Horde Piraten. Diese dienen ihm dazu, die Hauptinsel von Eingeborenen zu befreien und die dort liegenden Schätze zu plündern. Jede noch so einfache Handlung, ob nun Schiffe bewegen, entladen, beladen etc. verbraucht nun einen der zehn zu Verfügung stehenden Aktionspunkte. Diese werden jede Runde erneuert und es gilt sie taktisch klug einzusetzen. Kommt man nun mit seinem Piraten beladenen Schiff zu einem noch nicht erkundeten Teil einer Insel, so darf man zwei Würfel werfen. Der eine zeigt nun die Anzahl der sich in diesem Gebiet befindlichen Goldbarren, der andere die Zahl der Eingeborenen, die es zuerst zu besiegen gilt um an das Gold zu kommen. Stürzt man sich nun, natürlich nicht ohne vorher einen Aktionspunkt geopfert zu haben, in den Kampf, so nimmt man den Kampfwürfel. Je nach Wurf werden die Angreifer oder die Verteidiger dezimiert. Alle Scharmützel spielen sich in derselben Art und Weise ab, auch wenn man gegen andere Spieler kämpft, denn man kann durchaus auch ihre Städte und Schiffe angreifen. Hat man nun nach harten Ringen endlich Gold gefunden und dieses zum Heimathafen transportiert, kann man neue Piraten anheuern, die wiederum für einen kämpfen. Um das Spiel interessanter zu machen, gibt es Aktionskarten, welche Ereignisse zu den eigenen Gunsten verändern können. So kann man beispielsweise einen bereits verloren geglaubten Kampf noch umdrehen. Gewonnen hat derjenige, der die auf den Karten beschriebenen Siegesbedingungen erfüllt hat. Dazu gehört zum Beispiel diverse Handelsposten und Teile der Insel zu halten.
Armada ist ein Spiel, das zwar nicht schlecht, aber für meinen Geschmack fast zu oberflächlich ist. Natürlich gibt es einige taktische Möglichkeiten, jedoch sind die Gegenspieler fast zu wenig in den Ereignissen eingebunden. Besonders ärgerlich fand ich, dass der Verteidiger dazu verdammt ist, seinem Mitspieler einfach nur beim Würfeln zuzusehen. Er kann nicht wie zB bei Risiko üblich, mit einem Würfelwert dagegen halten, sondern muss das von seinem Gegner gewürfelte Ergebnis akzeptieren. Dies erzeugt ein gewisses Gefühl der Hilflosigkeit. Wen das nicht stört, dem kann ich nur zum Zugreifen raten. [RMu] |
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Tradingcards | |||||||||||||||
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Behind Sammelkartenspiel, Rollenspiel und Table Top Spiel; unvereinbar sagt Ihr? Nun, dann macht euch bereit für das Sammelkartenspiel der nächsten Generation: Behind schafft es, all diese bewährten Prinzipien auf einer sinnvollen Ebene zu vereinen. Eine ziemlich neue Idee hält Einzug in dieses hervorragende Spiel von fishtank. Statt dass man unzählige bedeutungslose Kreaturen oder Monster herunterspielt, hat man einfach nur seine Charaktere, seine Helden, die um die Vorherrschaft der jeweiligen Gruppierung kämpfen.
So verrückt es auch klingen mag, aber Behind hat es geschafft, auch das Table Top Element perfekt einzubinden. Die Charaktere werden durch Charakterchips repräsentiert, die sich über den Tisch bewegen können und sich dabei langsam den Gegnern nähern. Dabei kommt echt Spannung auf, taktisches Vorgehen und die richtige Strategie haben hier Vorrang. Durch das gelungene Kartensystem hat Behind es erreicht, dass diejenigen gewinnen, die am meisten denken und nicht die mit dem meisten Geld. [ABo] |
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Tradingcards | |||||||||||||||
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Hack Enemy Alleine sieht sich Wiseman dem Anführer der ganzen Truppe gegenüber, dem Lizard-King. Er war verloren, doch wenigstens den King musste er vernichten. Er kanalisiert seine Energien und attackiert das Monster mit einer Lanze aus Eis. Tödlich getroffen sackt die Kreatur zusammen, als die Umgebung plötzlich verrückt spielt und der Lizard-King in ein Portal gezogen wird. "Nein, nicht gerade jetzt! Nicht jetzt einen Database Error!", schreit Wiseman, ehe er ausloggt und somit "The World" verlässt und in die triste Realität zurückkehrt. Nein, dies ist nicht eine Szene aus einem neuen Onlinerollenspiel. Nicht, dass die Leute bei Decipher Inc. nicht schon daran gedacht hätten. Vielmehr handelt es sich hier um das neue Trading Card Game ".hack//ENEMY". Doch das Spiel wäre schnell vorbei, würden die Monster ohne Gegner bleiben. Also kann ihnen jeder Spieler bis zu drei PCs – also Player Characters – entgegenstellen. Diese stellen die Leute dar, die in "The World" spielen. Und wie es sich für ein anständiges Online-RPG gehört kann man diese mit Items ausrüsten und sie auch trainieren, was man auch bitter nötig hat. Normalerweise greifen die Monster den Gegner sofort an, wenn man das Monster spielt, jedoch kann man auch diese in einem Portal sammeln und dann als ganzen Trupp losschicken. Und dann brauchen die armen PCs jedes Item, das sie kriegen können, um den Ansturm abwehren zu können. Verlieren die PCs, werden sie verwundet und der Angreifer bekommt einen Victory-Point. Bei der zweiten Wunde sterben sie und werden abgelegt. Gerade für mich als alten Onlinerollenspiel Fan ist dieses Trading Card Game ein besonderes Schmankerl. Und seien wir uns mal ehrlich: Wer wollte nicht schon mal eine kleine – oder auch größere – Armee aus Drachen auf ein paar PCs loslassen? [FPa]
Kommentar Ein Trading Card Game mit einem Onlinerollenspiel als Thema? Kann das gut gehen? Es kann! ".hack//ENEMY" beweist es. Das schnelle Trading Card Game versetzt die Spieler in das fiktive Onlinerollenspiel "The World". Ziel ist es sieben Victory Points zu erringen, indem man Horden von Monstern, wie Goblins und Hexen (aber auch so ausgefallene Kreaturen wie belebte Messer oder bissige Gräser) auf den Gegner loslässt. Als Verteidigung hat dieser eine Spielergruppe aus bis zu drei Charakteren, die mit Waffen, Rüstungen und anderen Gegenständen ausgerüstet werden. Zusätzlich können ihre Fähigkeiten mit den sogenannten Action Cards gesteigert werden. Ganz wie bei einem echten Onlinerollenspiel... [FSu] |
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Bücher | |||||||||||||||
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Harry Potter: Order des Phoenix Die Abenteuer des magiebegabten Jungen gehen mit "Der Orden des Phoenix" bereits in Runde fünf. Manche fragen sich, ob die Geschichte nicht allmählich ihren Erfolgswert verloren hat. Zu Recht, denn in diesem Band wird das altbewährte Schema wiederholt, wenn auch mit ein paar Abweichungen. Potter ist wie immer beunruhigt und aufgeregt, nicht zuletzt wegen der Geheimniskrämerei von Hermine und Ron. Für baldiges Furore in Hogwarts hat J.K. Rowlings gesorgt. In den vier früheren Teilen hat sich die Handlung und die Spannung nach und nach entwickelt, doch in diesem Band kommt die Action recht früh. Trotzdem nerven die rituell abgehaltenen Abschnitte; die unvermeidbare Anreise, noch mehr Erstklässler und schon wieder ein Quidditch Spiel... das kann nur mehr einen Hardcore Fan begeistern. [APl] |
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Bücher | |||||||||||||||
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Der Harfner und der Geschichtenerzähler Ein unscheinbarer Einband mit einer schlichten Harfe vorne drauf, ein unspektakulärer und etwas zu lang geratener Titel, allein die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite wirkt interessant - dies sind alles Ersteindrücke, welche aber vom Wesentlichen ablenken, nämlich die Qualität dieses vergleichsweise kurzen Romans! Auf 178 Seiten wird der Leser stimmungsvoll auf eine Reise durch Runland geschickt, an der Seite des stimmungsvollen Geschichtenerzählers Callis und des talentierten Harfenspielers Margon. Was sich anfangs anschickt, eine schlichte Wanderschaft von zwei Freunden zu sein, wird bald zu einer mystischen Reise tief in die Geheimnisse eines Landes und zweier Herzen... „Der Harfner und der Geschichtenerzähler“ ist eine amüsante, wenn auch kurze Ergänzung eines jeden Fantasy-Bücherregals. Wer nach einer Fortsetzung dürstet, sollte nicht zögern sich den zweiten Band zuzulegen. Der dritte Teil der Abenteuer von Callis und Margon erscheint voraussichtlich im September dieses Jahres. [APl] |
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Computerspiele | |||||||||||||||
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Chaos League Die große Community der Tabletop- und Brettspieler haben dieses Spiel wohl sehr herbeigesehnt. Immer wieder wurde der Wunsch geäußert, dass jemand Blood Bowl für den PC umsetzt und so diese einzigartige Sammlung an Taktik und Spannung elektronisch aufbereitet. Endlich ist es geschehen. Chaos League versucht sich an dieser Materie. Blood Bowl ist – kurz zusammengefasst – ein Fantasy-Rugby mit bizarren Regeln, jeder Menge Erweiterungen und Zusatzregeln. Dem auf dem Boden liegenden Gegner darf man ins Genick steigen, sofern er eines hat und es der Schiedsrichter nicht sieht. Wenn doch, dann muss man auf die Strafbank. Aber sonst ist das Spiel ganz harmlos und brav. Oder so ähnlich. Wenn Sie sich das Spiel installieren, dann laden Sie sich sofort die aktuellen Patches dazu aus dem Netz und Sie werden sich einige Sorgen ersparen. Momentan ist gerade 1.02 erschienen und weitere werden wohl folgen. Ohne diese kleinen Korrekturen ist das Spiel nahezu unspielbar (Fehlende Texte, Erklärungen, Regelprobleme, .. etc.). Wir gehen daher in diesem Test schon von der gepatchten Version aus. Sie sind der Coach einer Fantasymannschaft, welche in Einzelspielen oder der Liga nicht nur überleben, sondern auch von Zeit zu Zeit siegen muss. Andernfalls droht der Pleitegeier. Eine gute Mannschaft besteht aus einem Quarterback (wirft zielgenau und ist auch recht flott, wenn es sein muss), den Blockern bzw. Linemen (Bonus bei Attacken gegen den Quarterback), den Linebackern (klassische Raufbolde), den Runningbacks (die klassischen Blitzer und Ballträger), den Allstarts bzw. Champions (Spezialspieler mit überragenden Fähigkeiten) und den Big Foots (die Schwergewichte der Mannschaft). Die Spieler sollten gut aufeinander abgestimmt sein und die Runden überleben. Wenn sie besonders gute Aktionen liefern, dann gibt es schon mal Auszeichnungen bzw. Erfahrungspunkte, welche dann in neue Fähigkeiten umgemünzt werden können. Eine Mannschaft wächst so mit der Zeit und wird hoffentlich immer besser. Der Kampf wird auf einem normalen Football-Feld ausgeführt. Mannschaftsaufstellung, Abstoß und los geht’s. Die Zuschauer haben ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Wenn ihnen die gebotene Show gefällt, dann gibt es magische Boni (z.B. man kann das Feld an bestimmten Stellen in Nebel hüllen und den Gegner über die geplanten Aktionen im Unklaren lassen) oder es werden Giftbomben und Äxte bei Missfallen auf das Grün geschleudert. Gewiefte Spieler heizen das Publikum von Zeit zu Zeit an und animieren es zu einer positiven Einstellung. Verletzte Spieler können geschont, ausgetauscht (sofern es Austauschspieler gibt) oder auch weiterhin in die Schlacht geführt werden. Das Risiko der letzten Methode ist, dass sie auch schwerer verletzt oder gar getötet werden können, was dann zu einer Schwächung für die nächsten Treffen führen wird. Grundsätzlich ist Blood Bowl ein rundenbasierender Kampf. Das kann man in diesem Computerspiel auch so einstellen. Man hat dann eine gewisse Zeit zum Nachdenken und für die Eingabe der eigenen Spielzüge. Dann wird ein Spielzug ausgeführt und die Zeit wieder kurz angehalten. Allerdings ist es hier eigentlich so gedacht, dass man in Echtzeit agiert und die Kämpfer über die Wiese jagt. Dass dabei der Computer meistens klar im Vorteil ist, kann man sich eventuell vorstellen. Daher sind Spiele gegen menschliche Gegner wie immer viel witziger und können zu wahren Monsterschlachten ausarten. Die 3D-Engine ist ausreichend gut und schnell, sodass man dem Geschehen schön folgen kann. Der Sound ist an andere Sportspiele angelehnt und die beiden deutschsprachigen Kommentatoren geben sich alle Mühe, die Action rasant rüberzubringen. Wer diese Art der Aufheizung braucht, wird sich sehr freuen. Die Vielzahl der Rassen und Spielertypen (10 Rassen mit 70 Typen), der riesige Vorrat an Zaubersprüchen (170) und die Menge an Optionen machen dieses Spiel zu einem Highlight der Fantasy-Szene. Wenn das Spiel weiterhin konsequent verbessert wird, dann ist mir nicht bange um die Zukunft der Fantasy-Rugby-Gemeinde an den heimischen PCs. [BK] |
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Computerspiele | |||||||||||||||
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EA-Beta-Version Der erste Teil der Saga hat alle Rekorde geschlagen. Das lag nicht an der besonders guten Handlung, an der überragenden Grafik oder der vielen Action. Vielmehr an dem ausgereiften Soap-Opera-Konzept und der treuen weiblichen Fangemeinde. Kein Computerspiel der Computergeschichte war so auf diese Klientel zugeschnitten und konnte dergestalt für Furore sorgen. Es ist ein schwerer Brocken in Vorfeld und wir dürfen nun anhand der Betaversion sehen, ob der Nachfolger die hohe Latte überspringen kann. Eine Warnung darf zu Beginn nicht fehlen. Nein, eigentlich sind es zwei. Erstens sollten Sie Ihr Konto plündern, das Schwein schlachten oder auf andere Art das nötige Kleingeld für einen neuen Rechner auftreiben. Die Sims2 gehen in die Vollen. DVD, Hi-End-Grafikkarte, halbes Mega Hauptspeicher und ein Rechner mit mindestens 2 GHz Rechenpower. Sonst wird die Sache langsam und unlustig. Wer sich von dem Schock erholt hat, wird sich auf eine weitere Sache einstellen müssen: Ihre Sims werden leben und sterben. Nach ca. einem Tag gespielter Zeit hat der Sim sein „natürliches“ Computer-Ende erreicht. Ob mit diesem beiden Hämmern zu Beginn die weibliche Fan-Schar einverstanden ist, bleibt natürlich erst abzuwarten. Die Welt ist dreidimensional geworden. Nachdem schon andere Produkte (z.B. Singles – Flirt up your life) gezeigt haben, dass drei Dimensionen durchaus Spaß machen können, darf das nun natürlich beim Paradepferd der Soap-Simulation nicht fehlen. Man wandert durch das Haus, sieht das Bad von innen, tanzt um den Pool und benimmt sich auch so recht ungezwungen. Wie immer darf man eine Familie auf ihrem Weg durch den Alltag begleiten. Fünf verschiedene Altersgruppen gilt es zu beschäftigen und zu versorgen: die Babies, die Kinder, die Teenager, die Erwachsenen und die Senioren. Wem das ein bisschen zu einseitig ist (ein doppelt so lange Lebensspanne, wie die der Babies, Kinder und Teenager zusammen, nur als Erwachsene zu bezeichnen), der kann trotzdem beruhigt sein. Es gibt genug zu tun und auch die Möglichkeiten der Entwicklung sind mannigfaltig. Es gibt sogenannte Lebensaufgaben, welche jeder nach Möglichkeit erfüllt bekommen sollte. Sei es der Flirt mit dem Nachbarstöchterchen, die grandiose Geburtstagsfeier oder das gemeinsame Kind – immer wieder gibt es Punkte dafür. Am Lebensabend darf man sich dann, sofern man die nötigen Punkte beisammen hat, lebensverlängernde Getränke einwerfen und ein bisschen mehr auf dem virtuellen Erdboden bleiben. Wer nicht genug Punkte hat, bekommt diese letzte Chance nicht. Wer Vergleiche mit den Krankenkassen und der aktuellen Diskussion um die Gesundheitsvorsorge zieht, ist ein Spielverderber. Doch spätestens dann ist Schluss mit lustig. Der Sensenmann taucht auf und beendet die virtuelle Existenz. Zurück bleiben trauernde Sims, welche dann aber trotzdem wieder weiter machen. Schockierende virtuelle Realität. Allerdings kann man nicht nur an den Beschwerden des Alters sterben, sondern auch jüngere Sims können relativ rasch ableben. Das reiht man dann gewöhnlich in die Kategorie „Unfall“ ein. Skurrile Unfälle gibt es natürlich auch. Verschiedene Szenarien bringen viele Herausforderungen und Konstellationen. Wer die alle meistert, hat einige Hürden zu überspringen und seine Sims vor Ungemach zu schützen. Im zweiten Teil hat man an viele Details gedacht, welche im ersten Teil gefehlt haben. So gibt es eine eingearbeitete Darwinsche Vererbungslehre. Die Haarfarbe der Eltern geht auf die Kinder über und das Baby erhält viele Ähnlichkeiten mit dem virtuellen Papa und der Mama. Außerdem darf man viel ausgefeilter seinen – pardon .. deren – Bedürfnissen nachgeben. Videospiele, Unterhaltung, Flirts, Schwimmbadbesuche und dergleichen mehr warten auf die kurzlebigen Sims. Aber auch jede Menge Arbeit gibt es. Verschiedene Berufe stehen zur Auswahl und der berufliche Erfolg hat nun mehr Einfluss auf tägliche Leben, als im Vorgänger. Daher sollte man sich anstrengen, wenn man es zu etwas im Leben bringen will. Geradezu eine Indoktrinierung der Computerspieler. Aber auch die Frauen bekommen ihr Idealbild vor Augen geführt: wonach giert die weibliche Erwachsene? Nach einem Baby. Na klar. Apropos kurzlebig: der eigene Sim altert und stirbt, aber die Nachbarschaft bleibt unverändert. Damit simuliert man den Lauf der Dinge, ohne die Umgebung zu verändern. Es wäre wohl auch schwer eine ganze Stadtpopulation zu simulieren, wenngleich diese Idee sicher irgendwo in den Schubladen von Maxis noch herumkreucht und fleucht. Hat man doch auch wieder angekündigt, dass die Städte von Sim City demnächst auch einzubinden sind, um der ganzen Geschichte einen realeren Hintergrund geben zu können. Was bleibt noch zu erwähnen? In Bezug auf das Handbuch und die Jugendfreigabe können wir noch keine Aussage treffen, denn die vorliegende Betaversion schweigt sich verständlicherweise darüber aus. Wenn wir die Vollversion (ab Mitte September) in Händen halten, dann kann man mehr dazu sagen. Der Rest ist Kaffeesudleserei. Wird die bevorzugte Kundenschicht wieder aufspringen und auch alle – wahrscheinlich – kommenden AddOns kaufen? Das bleibt abzuwarten. Die Hardwareanforderungen sind hoch und momentan haben diese eher die 3D-Ballerspieler. Die kurze Lebensspanne bietet viel Abwechslung, da ja neue Generationen an Sims auftauchen und für Abwechslung gesorgt ist. Trotzdem ist es fraglich, ob der Spieler sich nicht in einem realen Tag schon zu sehr an seinen Sim gewöhnt hat und diesen wirklich sterben sehen mag. Die Tamagotchis der 90iger kommen mir da in den Sinn. Tragödien unter den jüngeren Spielern haben sich ereignet, wenn das Haustier den virtuellen Löffel abgegeben hat. In jedem Fall ist „Die Sims 2“ ein sehenswertes Spiel für die ganze Familie. Eine Soap auf dem PC, welche den Platzhirschen wie Lindenstraße und all den anderen Fernsehvergnügen erneut den Kampf ansagen wird. Wer es im Endeffekt spielen wird und wie viele Schachteln über die Ladentheke gehen, bleibt in gespannter Erwartung zu ergründen. [BK] |
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Computerspiele | |||||||||||||||
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Doom 3 Die Geschichte von Doom ist eine voller Mißverständnisse. Um den erarbeiteten Trend nicht zu verlieren, geht auch Doom3 noch weiter und besser in eben genau diese alte Schiene. Wie erwartet haben wir hier ein 3D-Ballerspiel vor uns. Nach dem ersten Einblick ist uns auch ziemlich klar, warum dieses „weniger Spiel und mehr Baller – Mix“ wieder wie bereits von den Vorgängern gewohnt, in Deutschland am Index steht. Macht ja nix, wir haben ja einen guten Magen und haben auch schon länger die 18 Jahre überschritten. Auf den ersten Blick überzeugt dieses Produkt mit einem unglaublich detailgenauem Ambiente. Keine Pixeligkeit weit und breit, so nah man sich auch an die Wände presst, es ist keine Unschärfe zu finden. Man spielt einen jungen Soldaten, der aus den üblichen unerklärlichen Gründen auf einen Einsatz auf den Mars abkommandiert wurde. Nach viel zu realistischen Dialogen mit den Kollegen und Vorgesetzten - falls einem bis dahin die Lust am Militärgeschehen nicht schon abhanden gekommen ist - darf man auch schon die erste schwierige Mission angehen. Während man brav versucht, trotz den widrigen Umständen, die geforderten Informationen aufzutreiben, gibt es einen großen Padabum und die ganze Station verwandelt sich in ein Zombiechaos. Die ganze Station? Ja, sieht fast so aus. Oder vielleicht sind ja wir der Zombie und die anderen sehen nur so aus ... Solche Kleinigkeiten interessieren aber einen echten Doomer nicht besonders, wir schultern unsere Waffen und ballern einfach ziellos auf alles, was sich noch bewegt. Sicherheitshalber sollte man auch auf das noch ballern, was sich bereits nicht mehr bewegt, denn spätestens, nachdem man um die nächste Ecke geht, wird der halbe Zombie, der vorher noch leblos herumgestreut war, doch noch lebendig und trachtet einem nach den Lebenspunkten. Das Spiel verläßt sich trotz der guten Grafik überhaupt nicht auf Realitätstreue, sondern verwendet fast ausschließlich psychologische Effekte. So ist die Umgebung ziemlich dunkel (natürlich ist bei dem Zwischenfall das komplette Licht mehr oder weniger ausgefallen) und stark mit Lichtblitzen dursetzt, die aus verschiedensten ex-elektrischen Geräten herausfunken (dort scheint der Strom noch zu funktionieren). Die Schreckmomente, bei denen die menschlich aussehenden Zombies hinter Ecken, durch Spalten, und bevorzugt von hinten oder beim Öffnen von Türen herausspringen, sind so effektvoll, dass man auch mal aus dem Sessel springt oder kurz in die Küche rennt, um nachzusehen, ob dort im Dunkeln etwas lauert. Aber nach dem 200sten hinter-der-ecke Hervorspringer, hat sich das Herzklopfen gelegt und man kann sich schon auf besonders effektvolle Erschießungen konzentrieren. Die Blutlachen auf der ganzen ehemalig sauber aufgeräumten Station überbieten wohl nur noch die malerisch zerteilten Körperreste, die nach dem Finden der Pumpgun erzielt werden können. Die Gefahr, dass dieses Spiel das nächste Mittagessen verderben würde, sehe ich nicht. Es hat nicht im weitesten irgend etwas mit Realismus zu tun; eigentlich ist es nur durchgehend ekelhaft. Wer sich bei düsterem Psychoschreck hervorragend erholt oder selbst gerne mal abstumpft, der mag bei Doom3 gut aufgehoben sein. Wer aber glaubt, daß diese Schärfe speziell ausgewählt wurde, um möglichst hohe Alterfreigabe und Indizierung zu erzielen (was verboten ist, das ist wohl doppelt interessant) der mag nicht so falsch liegen. Eventuell neigen manche sogar der Theorie zu, dass in Amerika blutrünstige Spielkulissen gefördert werden, um für die geplanten realen Kriegspläne die öffentliche Toleranzschwelle weitgehend zu senken. Auch die mögen recht haben und werden dieses Spiel dann vielleicht nicht auf ihren Rechner laden. Wer Tiefgang benötigt, sucht oder gar erwartet, wird dieses Spiel dann eher im Regal stehen lassen – den gibt es nämlich hier nicht zu finden. Alle anderen können ruhig mal einen Blick riskieren, wenn sie schon 18 Jahre alt sind .. [AK] |
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